hängen


hängen

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1hän|gen ['hɛŋən], hing, gehangen <itr.; hat:
1. oben, an seinem oberen Teil an einer bestimmten Stelle [beweglich] befestigt sein:
der Mantel hing am Haken, über einem Bügel; das Bild hängt an der Wand, hängt schief; die Äpfel hängen am Baum; sie hat die Jacke (aus Versehen) an der Garderobe hängen lassen; der Schrank hängt voller Kleider (im Schrank hängen viele Kleider).
2. vom Eigengewicht nach unten gezogen werden; schwer, schlaff nach unten fallen:
die Zweige hängen bis auf die Erde; die Haare hingen ihr ins Gesicht;
sich hängen lassen (ugs.): ohne Mut, Energie und Disziplin sein:
du darfst dich nicht so hängen lassen!
3.
a) sich festgesetzt haben, haften:
die Kletten sind an den Kleidern, in den Haaren hängen geblieben.
b) durch ein Hindernis, eine Behinderung festgehalten, aufgehalten werden und im Augenblick nicht mehr davon loskommen können:
mit dem Ärmel am Strauch hängen; er ist [mit der Hose] am Stacheldraht hängen geblieben.
c) (ugs.) unbeabsichtigt, unnötig lange bei etwas, irgendwo verweilen:
bei jeder Einzelheit hängen bleiben; die beiden sind in der Kneipe hängen geblieben; wenn du weiterhin so faul bist, wirst du dieses Jahr hängen bleiben (ugs.; wirst du dieses Jahr die Klasse wiederholen müssen);
jmdn. hängen lassen (ugs.): jmdm. eine versprochene Hilfe, Arbeit nicht gewähren und ihn so im Stich lassen:
die Lieferanten haben uns hängen lassen.
4. jmdm., einer Sache sehr zugetan sein und nicht darauf verzichten, sich nicht davon trennen wollen:
am Geld, am Leben, an seiner Heimat, an seinen Eltern hängen.
  2hän|gen ['hɛŋən], hängte, gehängt:
1. <tr.; hat etwas oben, an seinem oberen Teil an einer bestimmten Stelle frei beweglich befestigen:
sie hat den Mantel an den Haken, in den Schrank, die Fahne aus dem Fenster gehängt; das Bild gerade hängen.
2. <itr.; hat schwer, schlaff nach unten bewegen, fallen lassen:
den Arm aus dem Fenster hängen; ich hängte die Beine ins Wasser.
3. <tr.; hat (emotional) durch Aufhängen am Galgen o. Ä. töten:
der Mörder wurde gehängt.
Syn.: aufhängen (emotional), erhängen.

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hạn|gen 〈V. intr. 161; hat; veraltet, noch regional〉 hängen ● 〈noch in der Wendung〉 mit Hangen und Bangen nur mit großer Mühe [<ahd. hahan, engl. hang <germ. *hanhan; hierzu hängen, henken, hangeln, Henkel]

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hạn|gen <st. V.; hat [1hängen] (schweiz., landsch., sonst veraltet):
1hängen:
mit Hangen und Bangen (geh.; mit großer Angst, voller Sorge, Sehnsucht: sie hat die Klausur mit Hangen und Bangen geschafft).

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I
Hängen
 
[engl. to hang], Zustand eines Computersystems ohne Reaktion auf Benutzereingaben. Im Gegensatz zu einem Absturz bleibt beim Hängen die Bildschirmanzeige erhalten.
 
 
 
Ein einzelnes aufgehängtes Programm kann man oft durch die Tastenkombination »Strg + Alt + Entf« oder durch Aufrufen des Task-Managers (ein Hilfsprogramm, das alle laufenden Prozesse überwacht) gewaltsam beenden. Bisweilen ist aber dennoch ein Neustart (Reset) des kompletten Systems erforderlich.
II
Hängen,
 
Luftfahrt: nichthorizontale Lage eines Flugzeugtragflügels, die zur Durchführung bestimmter Flugbewegungen (Slip) oder zum Ausgleich von Seitenwindeinfluss beim Landeanflug durch Querruderausschlag herbeigeführt wird.

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hạn|gen <st. V.; hat [1hängen] (schweiz., landsch., sonst veraltet): 1hängen: *mit Hangen und Bangen (geh.; mit großer Angst, voller Sorge, Sehnsucht: Hüsch ... bewältigte das Abitur mit Hangen und Bangen und entkam der Wehrmacht und dem Krieg durch ein Fußleiden [FNP 22. 10. 96, 1]; eigtl. Langen [= Sehnen] u. Bangen).

Universal-Lexikon. 2012.


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